Elektromobilität: Noch mehr Subventions-Kohle für deutsche Autobauer?


Alle Jahre wieder wird die Sau der Elektromobilität durchs Dorf getrieben und die Frage daran angeschlossen, warum dieser Markt nicht so richtig in die Gänge kommt. Nachdem den deutschen Autobauern vor wenigen Jahren erst eine ganze Milliarde Euro in Form von Steuererlassen für diesen Bereich zugestanden wurde, sollen diese nun weitere Unterstützung bekommen, ohne ihren A*** bisher vernünftig hoch gehoben zu haben. Es gibt diverse Gründe, die dagegen sprechen:

Ähnlich der unsäglichen Abwrackprämie solle es für Käufer von Elektroautos ein Anschaff-Prämie geben, so schlagen derzeit einige Politiker vor, auch wenn es auf den ersten Anschein eher nach dem Lohn einer Prostituierten klingt. Dass es auch ohne geht zeigt Toyota, die mittlerweile bis zu 25 % ihres Umsatzes mit den Hybriden, vor allem dem Prius, machen

Daimler-Chef Dieter Zetsche, im Interview mit dem Morgenmagazin, meint dennoch, nix „verschlafen“ zu haben. Der eSmart sei ab 15.000 Euro erhältlich….nur kaufen tut ihn irgendwie niemand. Ähnliches gilt für das eModell des Mini von BMW/Rover, die allerdings in der Regel auch unverschämt teuer sind oder sehr hohe Folgekosten nach sich ziehen. Renault nimmt bei ihrem Twizy beispielsweise mehr als 60 Euro Monatsmiete für den Akku, wobei die Jahresleistung auf 12000 Kilometer begrenzt ist. So zieht der Akku bei fast allen Modellen die Preise enorm in die Höhe, ganz abgesehen von der schlechten Versorgung mit „Zapfsäulen“.

Am Ende werden die stinkreichen deutschen Autobauer, wegen denen sich die Bundesregierung sicher auch an verschiedenen Stellen Protektionismus vorhalten lassen muss, aber einfach mal ihre Schatulle aufmachen und ein paar hoffnungsvolle StartUps kaufen, mit deren Technik sie dann den Markt erobern können. Dafür müsste ihnen aber mal einer klipp und klar sagen, dass es keine Staatsknete mehr gibt, sonst hört das Gejammer wohl nie auf.

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