Sandy legt offen: Occupy New York wurde von hunderten Kameras beobachtet


Die böse Hurrikanin „Sandy“ überschattete offenbar nicht nur die Wahl des US-amerikanischen Präsidenten, sie schwemmte auch ein gut verstecktes geheimes Überwachungszentrum mitten in New York an die Oberfläche. Von diesem, leider der Überschwemmung zum Opfer gefallenen Kommandozentrum aus, steuerten die privat organisierten Überwacher rund 3000 Kameras, die vorher über die ganze Stadt verteilt wurden. Kein Wunder im Nachhinein also, dass die Occupy-Bewegung in New York es nicht geschafft hat, Polizei und private Sicherheitsdienste zu überraschen.

Man mag frotzeln, die Sicherheitsfanatiker hätten lieber ein paar mehr Euro…sorry, US-Dollar, in Wasserschutzmassnahmen investieren sollen, aber ich bin mir sicher, dass die Geldgeber auch so zufrieden mit der Anlage sind. Sicher, es müssen jetzt ein paar Computer neu gekauft werden und vielleicht muss auch noch ein wenig Gras über der Sache gepflanzt werden, aber den Vorteil der umfassenden Bildinformation aus Occupy Hoch-Zeiten weiß der gemeine Wall Street Kapitalist sicher auch heute noch zu schätzen.

Immer wieder Stein des Anstosses: der Greenback (Bildquelle: Wikimedia)

Apropos, beteiligt – also vor allem finanziell – waren mal wieder eine ganze Menge der üblichen Verdächtigen. Wie Telepolis mit Bezug auf „Wall Street On Parade“ berichtet, konnten aufgrund eines einmaligen Pressetermins in der Vergangenheit Goldman Sachs, Citigroup, JPMorgan Chase, die Federal Reserve sowie die Bank of New York als Stakeholder entlarvt“ werden. Ein weiterer Hauptbeteiligter sei außerdem die Firma Brookfield Office Properties, denen ganz zufällig auch der Park gehört, in dem sich die Occupisten immer besonders gern getroffen haben. Nein, einen Schelm braucht es da nicht mehr..!

Zu den rund 150 Millionen US-Dollar, die der Spass bis jetzt schon gekostet hat, kommen also noch ein paar oben drauf, damit man auch die 700 Kameras in Midtown, eben jenem bestreikten Finanzdistrikt, wieder in Betrieb nehmen kann. Geld, das sicher nicht allzu schwer aufzutreiben sollte – mit etwas Glück sogar aus der Steuerkasse. Das pikante Detail, dass sich Bürgermeister Bloomberg und seine Angestellten – trotz „information awareness act“ – bis zum unweigerlichen Nachweis weigerten, auch nur irgendwelche Informationen darüber heraus zu geben, wird da tatsächlich fast schon zur Nebensache.

Da behaupte noch einer, „für so eine Verschwörung müssten viel zu viele Leute ihren Mund halten“ wäre nicht schon wieder mal widerlegt worden.

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