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Doch alles nur Geldmacherei?
Eigentlich wollt ich ja die Finger von dem Thema lassen, denn die 47te Verschwörungstheorie irgendwelcher durchgeknallter Amerikaner glaubt doch eh kein Mensch mehr. Die fehlerhaften Daten und Prognosen dieser Leute sind nicht wirklich der Rede wert. Ein Punkt hat mir aber keine Ruhe gelassen, auch wenn sich das jetzt womöglich erstmal nach 7.-Klässler-Logik anhört: CO2 brauchen Pflanzen doch, um per Photosynthese Sauerstoff zu produzieren...wieso ist also CO2 was Schlechtes? Seit heute gelten die sogenannten "Klimagase", zu denen auch noch Lachgas und Methan zählen, sogar als gesundheitsschädlich, was mich dann zu einer kleinen Recherche veranlasst hat. Abgesehen davon, dass bei der Cop15-Konferenz tatsächlich neueste wissenschaftliche Erkenntnissemit mit deutlich gemässigteren Prognosen nicht berücksichtigt werden, um eine dauerhafte Diskussionsgrundlage zu haben, scheint sich in der angesprochenen Frage nach den positiven Auswirkungen des Kohlendioxyd tatsächlich die einzig ernst zu nehmende Klimakritik zu begründen.
Beispielsweise bei Wikipedia kann man sich ja prima zu dem gesamten Themenkomplex informieren. In dem Artikel über den Treibhauseffekt ist schon recht verständlich erklärt, wie die dichtere Atmosphäre weniger Strahlung in den Weltraum durchlässt und so der Erdball nicht mehr richtig abkühlen kann. Ja ja, der Treibhauseffekt...auch so eine Sache um Pflanzenwachstum anzutreiben, aber haben Pflanzen auch einen kühlenden Effekt? Wie dem auch sei hat das weltweite Pflanzenwachstum angeblich bereits um etwa 6% zugenommen. Hinzu kommt eine qualitative Verbesserung der daraus gewonnenen Nahrungsmittel. Von saurem Regen und dem dazugehörigen Waldsterben, wie es in den 80ern ganz aktuell war, spricht heut niemand mehr.
Der nächste Artikel "globale Erwärmung" war zwar ebenfalls lehrreich, aber eine Antwort auf meine Frage zu CO2 hab ich dort nicht gefunden. Wikipedia hat aber auch einen Artikel, der sich der Kontroverse um dieses Thema annimmt, in dem ich dann zumindest ansatzweise Antworten auf meine Fragen bekam. Hier findet man unter dem Punkt "Bewertung der Folgen" nämlich folgenden Auszug: "Manche Wissenschaftler halten die Folgen der globalen Erwärmung für überschätzt oder als zu negativ bewertet und weisen der möglichen Erwärmung auch für die Menschheit insgesamt eher nützliche Auswirkungen zu. Zu diesen Forschern zählt zum Beispiel Sherwood Idso, der von vermehrten CO2-Einträgen in die Atmosphäre positive Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion und auf deren gesundheitlichen Wert erwartet.[100] Freilandversuche mit der FACE-Technologie (Free Air Carbon dioxide Enrichment) zeigen an, dass durch den Düngeeffekt des Kohlendioxids Steigerungen beim Pflanzenwachstum zu erwarten sind.[101] Die zusätzlich mögliche Ernte wird auf bis zu 13% geschätzt, bei einer Zunahme des Wachstums der gesamten Biomasse um 17%. Frühere Berechnungen waren noch von einer Steigerung der Erntemenge um bis zu 36% ausgegangen.[102] Kombiniert mit weiteren Effekten der globalen Erwärmung wie veränderten Niederschlagsmustern gilt es als unklar, wie der Nettoeffekt in einzelnen Regionen ausfallen wird."
Ok, also dieser Traum ist zwar nicht ganz geplatzt, aber ein wenig kleiner geworden. Die kleinen Zahlenlinks weisen alle zur Webseite von co2science.org, die auch mit eindrucksvollen Videos die positive Wirkung des CO2 zeigen, sich ansonsten aber eher in Hetzkampagen verstricken. Die CO2-Zunahme wird wohl also auch diese "guten" Folgen haben, aber die negativen sind genausowenig unwahrscheinlich. Insofern bleibt COP15 eine positiv zu bewertende Veranstaltung, auch wenn die allgemeine Panikmache mal wieder exorbitant übertrieben ist.
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