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Gute Autos, rote Zahlen
Mit dem Automobilhersteller Saab verbinde ich eine sehr persönliche Erfahrung, weswegen mir der voraussichtliche Niedergang doch nahezu weh tut. Vor etwas mehr als 20 Jahren - also etwa zu der Zeit, als Saab aufhörte, Gewinne einzufahren - durfte ich häufiger mit einem damals top-aktuellen Saab 9000 Turbo fahren. Diese Wagen der Geschäftsführung gehörten für uns alle zum Besten, was wir uns vorstellen konnten, und das nicht nur wegen der hervorragenden und umfangreichen Grundausstattung mit Klimaanlage, Tempomat, Sitzheizung, Ledersitzen und Licht-Scheibenwischern, etc.
 Nachdem einer der Geschäftsführer bei Saab angemerkt hatte, dass der Wagen trotz des Turbo nicht den erwarteten Druck liefere schraubte man dort kurzerhand den Ladedruck ein wenig höher und die Kiste lief 245 km/h. Es hat wirlklich Laune gamcht, mit dieser strammen Sportlimousine die grossen Audi- und BMW-Modelle auf Distanz zu halten. Nicht viele haben diesen Wettkampf gegen den Saab gewonnen. Wie gesagt hat die schwedische Motor-Company aber seit mehr als 20 Jahren keine Gewinne mehr eingefahren, was natürlich nicht grad ein Vorzeigeergebnis ist.
Die Ausstattung der Saab-Modelle war damals einfach schon zu üppig für Gewinne; bei VW wusste man das wohl und hat für jeden Furz extra kassiert. Womit sich Saab bei seinen Kunden beliebt machen wollte ist am Ende also der Grund für die Pleite, so vermute ich mal. Sicher haben sie auch eine etwas lahmarschige Produktweiterentwicklung betrieben, denn der aktuelle Saab95 sieht jetzt nicht sooo viel anders aus als sein 20 Jahre alter Vorgänger 9000. Hinzu kommt, dass man unter der Regie von General Motors wohl nur kaputt gehen kann...wenn ich seh, wieviele Manager da rumspringen, kein Wunder, dass zu viele Köche den Brei verdorben haben.
Ob Saab weniger erhaltenswert als Opel ist, weiss ich auch nicht. Aber Hauptsache wir können am Ende wieder sagen: "besser die als wir..."
www.saab.com
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